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Paddeln an der Costa Calida - die United Dragons in Spanien

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Bericht über die Teilnahme der United German Dragons am internationalen Drachenbootfestival in Pinatar/ Spanien April 2014

das Team

Zu Ostern 2014 war die spanische Südküste an der Costa Calida Ziel für die United German Dragons: eine Paddelgmeinschaft, die neben Mitgliedern unseres WSV vielfach bewährte Unterstützung vom ABC Berlin (Codename Olle & Oller), dem Kanuverein Jena (Iris, Elke, Günni), dem Drachenboot Rhein Ruhr (hallo Kalle) und unserer Dolmetscherin Dolorees bekam. Während Dresden noch unter 13 Grad und Nieselregen litt, schwebte das Team im Glanz der untergehenden Sonne bei noch sommerlichen 26 Grad in Alicante ein. Die Zeit bis zum Eintreffen der Duisburger Unterstützung verbrachte man an malerischen Resopaltischen in der Ankunfthalle: und kommentierte intern die vielen kurzbehoten TouristInnen- und ten, die an uns vorbeiparadierten (Alicante scheint ein "must have" bei flat rate Abschiedsfeiern halbwegs geschlechtreifer Bürger aus Leech, Liverpool und Edinburgh zu sein)...Aber irgendwann war dann Kalle da, wurde lautstark begrüßt und los ging es gen Süden, immer am Meer entlang nach Pinatar. Monoton brabbelte das Navi vor sich hin (gefühlt alle 30 Sekunden): bitte den Kreisverkehr an der zweiten Ausfahrt verlassen....also immer geradeaus.

warten auf Paella

 Am frühen Abend erreichten wir dann unsere "Bleibe" in Pinatar: immerhin mit Pool und Biergarten auf dem Dach. Jeden Abend gern genommen.....bis zur Sperrstunde. Kurz mal unter die Dusche und landfein gemacht und schon ging es los für die ersten deutschen Investitionen in Spaniens Immobilienblase. Eigentlich wollten wir nur die "Regattastrecke" (Meer mit 4 Bojen) in Augenschein nehmen. Aber das Glasbierangebot und diverse Tappen nahe dem Strand überzeugte uns. Und so leisteten wir (wenn auch etwas unfreiwillig) unsere erste Anzahlung für eine Kneipe zwischen Hauptstrasse und Jahrmarkt. Die Tage bis zum Teamkäptn-Meeting und dem Drachenbootfestival vergingen mit Bummeln und Baden, Surfen und Schlendrian. Nebenbei kauften wir übrigens noch einen Mittelaltermarkt in Torrevieja und retteten durch mehrfache, ausgedehnte Besuche dem örtlichen Decathlon Outlet dessen monatliche Umsatzstatistik (dicke Winter-Buffs und Handtücher gingen immer).

 Beim Drachenbootfestival trafen wir alte Bekannte: unsere Gastgeber von Dublin, die Plurabells waren mit der Partie, aber auch Teams aus Frankreich und UK. Auch der SCN Neubrandenburg war mit einem kleinen Boot vertreten und selbstverständlich viele spanische Teams. Die "Regattastrecke" auf dem Mar del Menor verlief parallel zum Strand und verlangte dann jeweils so ab 11 Uhr den Steuerleuten alles ab. Dann kam nämlich Wind auf und die Wellen wurden immer höher- am Nachmittag wurde dann eben mit den Wellen in Richtung des Strandes gestartet: also rechtwinklig zum Strand. Hut ab vor den Zeitnehmern, ich persönlich hätte nicht gewusst, wie man bei derart unterschiedlichen Bedingungen ein Endergebnis an Hand addierter Zeitläufeermittelt. So lagen wir (DB 22 mixed, DB 12 open und DB 12 woman) mal vor den open- Teams und mal dahinter, mal knapp vor dem SCN und mal gestoppte 10s hinter dem Gewinner des Zwischenlaufes (bei nur ca. 2m Vorsprung im Ziel).

Paella fertsch
authentische spanische Hunde

Das tat aber der guten Laune rund um das Festival keinen Abbruch, bereitwillig stellten wir Personal ab, damit der SCN und ein französiches Team starten  konnten und verhalfen den Sportfreunden dann auch noch zu Medailliensegen und Pokalgewinnen in der Endabrechnung! Dafür haben wir 3 schön gerahmte Kunstdrucke und Spass bekommen!

Nach dem Paddelwochenende ging es dann in das bergige Hinterland der Provinz Murcia, in das Ricote Valley. Hier wartete eine Art Feriendorf abseits des kleinen Städtchens Blanca auf uns: mit malerischen Hütten unter Kiefern, einem Pool mit leuchtend grünem & biologisch sehr aktivem Wasser, Feuerstelle + Grillplatz, Gemeinschaftsraum, WIFI und Kickertisch. Nach erster Sichtung der örtlichen Gegebenheiten und der Infrastuktur wurde eine Gemeinschaftbank gegründet und ein Einkaufsteam benannt. In den folgenden Tagen wurde dieses Einkaufsteam zu einem gern gesehenen Kunden im Konsum von Blanca, nur Konsummarken haben wir nicht bekommen...bestimmt so eine Art spanisches VW Gesetz zum Schutz der einheimischen Einzelhändler.

Im kargen und trockenen Ricote Tal, das auf den ersten Blick an Lanzarote oder das Monument Valley erinnert, verdunsteten die isotonischen Getränke in ungeahnter Geschwindigkeit, schon nach der ersten Bergwanderung in der prallen Sonne Südspaniens (recht windig und kaum Schatten) mussten feuchtigkeitsspendende Lotions und schützende Hüte gekauft werden...    Ansonsten wird im Tal mit Zitronen gehandelt und mit malerischen, kleinen Ortskernen. Es gibt (wirklich!) öffentlichen Flamencotanz auf der Straße und Prozessionen, bei denen ein Alibi-Mönch und eine transportable Raketenstartrampe teilnahmen. Viele Wanderwege durchziehen die Berge: dank der EU teilweise auch ausgeschildert. Und jeden Tag strahlender Sonnenschein.

Die gemeinsamen Tage und Abende im Ricote waren wunderschön! Gemeinsam wandern, köcheln und singen, natürlich ausreichend essen und noch mehr trinken: ein grandioser 

und noch mehr Fotos

Sternenhimmel mit Sternschnuppen am prasselnden Lagerfeuer, ein aufmerksamer und sehr engagierter Gastgeber (Dank besonders an Dolorees für die Übersetzungen!), jeden Morgen frisch gepressten Orangensaft von Iris und ganz nach Wunsch und bei Bedarf Schinken to go direkt frisch vom Bein geschnitten: was will man mehr? Gut erholt und braungebrannt verliessen wir eine Woche später das Ricote Valley, alle Teilnehmer wären gern noch geblieben. Aber wie heisst es so schön im Trickfilm: Heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage! Und so wird schon heute heftig an einer Wiederholung/ 5ten Neuauflage unseres gemeinsamen Abenteuers gewerkelt. Noch weiss keiner Wann und Wohin - aber alle waren sich beim Abflug in Alicante sicher.....wir sind wieder dabei!

Der Dank der United German Dragons geht an:

  • die organisatorische Hilfe unserer Vereine für die Formalitäten bei unserer Meldung (hat vor Ort Niemanden interessiert)
  • den Verein und das Organisationsteam des Drachenbootclubs Pinatar (toll mit Einsatz und mit Liebe organisiert)
  • die Übersetzungskünste von Doreen, die uns manche Tür in Spanien geöffnet haben
  • an Iris für den unermüdlichen Einsatz an der Orangenpresse
  • an Kalle, der trotz Schmerzen in jedem Rennen alles gegeben hat
  • dem Team vom Konsum Blanca- jetzt müsst ihr eure Umsatzzahlen ohne uns schaffen!

Und ich persönlich bedanke mich noch einmal allen Mitfahrern/ Mitpaddlern ... wir hatten zusammen wunderschöne Tage und jede Menge Spass zusammen unter der Sonne Spaniens! LFK

kleiner Einkauf, nur das Nötigste der Rio Segura im Ricote Valley Fotomotive satt in den Bergen

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