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Erfolgreiche Teilnahme am Berliner Marathon für Drachenboote

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Am 21. Oktober 2011 wollten es zwei Paddler ganz genau wissen und ihre persönliche Schmerzgrenze erproben. Perry Werner und Philipp Mende starteten beim Berliner Marathon, bei dem es galt, 42 km zu absolvieren.

Die Red Devils aus Schwerin benötigten Verstärkung für ihr Boot und so stellten wir uns der Herausforderung. Insgesamt beteiligten sich vier Drachenbootteams. Die meisten Paddler kannten die Strecke bereits aus den vorherigen Jahren und demzufolge auch die Auswirkungen und Umstände einer solchen Strecke. Die Teams trafen sich am Köpenicker Kanuclub, wo auch der Startschuss pünktlich um 12 fiel. Wir paddelten über den Alten Spreekanal Richtung Müggelsee, von dort aus steuerten wir den Dämeritzsee an, wo sich auch der erste Versorgungspunkt befand, danach ging es über den Seddinsee nach Schmöckwitz mit dem zweiten Versorgungspunkt, über den Langen See und Grünau zurück zum Kanuclub. Demzufolge ergaben sich drei Teilstrecken. Die Wertung richtete sich nach der Zeit, welche an den jeweiligen Stegen der Versorgungspunkte gestoppt wurde. Letztendlich wurden diese drei Zeiten zu einer Gesamtzeit addiert. Einige spektakuläre Ereignisse warteten darauf, erlebt zu werden.

Die erste Teilstrecke betrug circa 16 km und lief außerordentlich gut, denn wir fuhren bereits beim Start davon und konnten unseren Vorsprung konstant halten. Bereits wenige Kilometer vor der Ankunft am ersten Versorgungspunkt vernahmen wir den Ruf unseres Körpers nach Nährstoffen. Für jedes Team gab es eine Kiste mit Bananen und Riegeln zur Stärkung. Als uns die Nässe die Kälte in die Knochen trieb, waren wir auch wieder froh, uns auf die zweite Teilstrecke begeben zu können. Diesmal konnten wir nach dem Start zwar einen Vorsprung herausfahren, der jedoch nicht so groß war wie der der ersten Teilstrecke. Da nun der Streckenverlauf einer relativ engen Linkskurve folgte, welche wir zweimal absolvieren mussten und diese beim ersten Mal nicht ohne Uferberührung schafften, holte uns ein anderes Team ein. Doch wie es das Schicksal wollte, schafften auch sie es beim zweiten Mal nicht ohne zu kollidieren, wodurch sie ihren Drachenkopf einbüßten. Also konnten wir vorbeiziehen und unser Rennen erneut mit Vorsprung bis zum zweiten Versorgungspunkt in Schmöckwitz fahren. Perry war besonders auf der zweiten Stecke motiviert und strotzte vor Kraft, was wahrscheinlich auch an dem zuvor eingenommenen Desinfektionsmittel lag. Jedenfalls zerbrach sein geliehenes Carbonpaddel und er paddelte mit meinem weiter, was ich glücklicherweise als Ersatz mitgenommen hatte. Die dritte Strecke war sehr nervenaufreibend, da natürlich bei allen Teams irgendwie die nötige Schlussenergie fehlte. Vier Boote paddelten über 14 km nebeneinander, wodurch ein seitliches Heranfahren und ein Wellefahren der Boote nicht ausblieben.

Da unser Team bereits schon zwei gute Strecken absolviert hatte, brauchten wir nur noch Mitzufahren, um einen Sieg davonzutragen. Wir mobilisierten noch mal alle unsere Kräfte und fuhren einen Sieg für die Red Devils ein. Nach gemeinsamem Heraustragen des Bootes warteten eine warme Nudelmahlzeit und eigentlich auch nur noch der Heimweg auf uns, denn wir waren echt geschafft. Trotzdem sind wir stolz und glücklich eine derartige Herausforderung bestritten zu haben. Wir haben gesehen, wozu wir und der Wassersport fähig sind und bedanken uns bei den Red Devils für die Möglichkeit unserer Teilnahme und auch beim Köpenicker Kanuclub als Veranstalter.

 

Philipp

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