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Offene Sachsenmeisterschaft 2008 in Markkleeberg

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Eindrücke eines Teilnehmers

Sachsenmeisterschaft – bei vielen DREWAGianern verbinden sich mit diesem Event die Erinnerungen an die letzte Teilnahme zur Sachsenmeisterschaft 2004 in Pöhl. Dort hatte die gastgebende Mannschaft unterstützt von vielen Helfern aus der Region mit großem Engagement ein richtiges Drachenboot-Fest organisiert.

In Markkleeberg sollte alles ganz anders werden. In der Annahme, dass die Logistik des „gastgebenden“ Kanuparks während der Wettkämpfe zur Verfügung steht, reisten wir nur mit leichtem Gepäck an – Pavillon und Stühle blieben zu Hause. Andere Teams waren da cleverer und brachten alles mit. Eigentlich hätten wir ja gewarnt sein müssen – einen Grund musste die Absage vieler Teams zu den 5. Paddlertagen ja haben. Dank der „hervorragenden“ Informationspolitik konnte man darüber im Vorfeld nur spekulieren – die Internet-Seiten von SKV und Veranstalter hätte man sich wirklich sparen können.

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Die Ernüchterung kam so recht schnell und begann mit der Parkplatzsuche in der Nähe der Wettkampfstätte. Diese waren allesamt weit genug weg, um noch mal fix was aus dem Auto zu holen. So blieb nur, alles zur Wettkampfstrecke zu tragen. Diese befand sich am geplanten Auenhainer Strand. Freundlich formuliert könnte man den vorgefundenen Ort als Sand-Kies - Strand bezeichnen. Der Kanupark Markkleeberg befand sich zumindest in Sichtweite. Von der Logistik des Kanuparks wurde dann auch lediglich die Zufahrtsstrasse zum Wasser genutzt, um die mitgebrachten Boote in Ufernähe zu schaffen, was am Wettkampfort unmöglich gewesen wäre. In der Nähe des Wettkampfortes gab es wenigstens noch ein paar Toilettencontainer – was recht praktisch war, da Baum- und Strauchwerk nahezu vollständig fehlten.

Von diesen kleinen Misslichkeiten abgesehen, sollte es ein toller Wettkampftag werden - auch Dank des herrlichen Wetters, denn mit der Ankunft der Teams kam auch die Sonne raus. Diese schien dann den ganzen Tag auf die Unverzagten – die Gegend war nichts für „Warmduscher“. Unterstützung für unser Team gab es von Paddlern des Vereinsteams, so dass wir sogar den Luxus eines Reserve-Paddlers hatten. Auch die Trommel konnte so besetzt werden – unsere leichtgewichtigen Stamm-Trommler hatten Jugendweihe. Zudem brachten Rainer und Silke zwei Renndrachenboote vom Blauen Wunder nach Markkleeberg.

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Mit dem Ausrichter gab es überraschenderweise keinerlei Probleme. Zwar als One-Man-Show vor Ort, verstärkt um einen Starter mit merkwürdigem Sächsisch (wahrscheinlich Leipziger Gegend), wurden wettkämpferische Fähigkeiten vom Ausrichter kaum nachgefragt. Lediglich den Ausfall der überflüssigen Halbfinal-Läufe galt es zu entscheiden. Es gab keinerlei Beanstandungen zu den Rennen.

Am Start hatten die Teams generell die falsche Aufstellung, was aber rasch unter schallendem Gelächter aller Beteiligten geändert wurde – alle wollten auch die „sächsische“ Ansage dazu hören. Bei den Start’s fehlten die obligatorischen taktischen Spiele wie „Boot 1 vor“, „Boot 2 züruck“. Fairplay und Sportsgeist dominierten den gesamten Wettkampftag – dazu gute Laune aller Paddler trotz der misslichen Rahmenbedingungen.

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Die Wettkämpfe begannen mit den Rennen über 250m. Wir durften gleich im ersten Rennen gegen den Vorjahresmeister, die Riesaer Riesendrachen ran. Obwohl es noch nicht richtig lief, konnten wir den zum Start herausgefahrenen Vorsprung ins Ziel retten. Den zweiten Vorlauf gewannen die Elb Meadow Masters gegen die Spitzsteindrachen aus Döbeln. Während wir in Pöhl noch alle Rennen gegen die Spitzsteiner (den damaligen Sachsenmeister) verloren, konnten wir uns diesmal besser in Szene setzen. Gegenüber unserem ersten Lauf gelang uns eine deutliche Steigerung und wir gewannen mit sichtbarem Vorsprung gegen sie. Die Elb Meadow Masters konnten Ihr Rennen gegen die Riesendrachen ebenfalls gewinnen.

Nach den Vorläufen gab es noch ein paar Runden für den MDR auf dem See. Dieser war mit einem Kamerateam vor Ort und wollte Drachenboot-Flair einfangen. Also lieferten wir uns einige spektakuläre Rennen mit allen verfügbaren Booten. Dank Christine und Marcel gab es in der Pause eine Stärkung – Brötchen und Knacker mundeten nach den ersten Rennen phantastisch.

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Nach der Pause gab es dann die Finalläufe über 250m. Die Halbfinalläufe konnten aufgrund der klaren Vorlaufsiege entfallen. In einem spannenden Rennen hatten die Elb Meadow Masters dann den Drachenkopf vorn – wir konnten uns trotzdem über den zweiten Platz freuen. Außerplanmäßig gab es danach ein 500m – Rennen, an welchem neben uns und den Elb Meadow Masters die Riesendrachen teilnahmen. Während bei den 250m – Rennen die Entscheidungen teilweise knapp waren, wurde dieses Rennen klar mit über einer Bootslänge Vorsprung durch die Elb Meadow Masters gewonnen. Uns gelang es, eine Bootslänge gegen die Riesendrachen herauszufahren.

Mit diesen beiden zweiten Plätzen für uns ging es in eine größere Pause, welche die meisten Paddler nutzten, um sich den Kanupark anzuschauen und auf Nahrungssuche zu gehen.

Gegen 16.00 Uhr startete dann das 2000m – Rennen, welches als Einzelverfolgung (die Boote starteten mit 10 Sekunden Abstand) ausgetragen wurde. Die favorisierten Elb Meadow Masters demonstrierten hier ihren Sportsgeist – den ersatzgeschwächten Spitzsteindrachen halfen sie mit einigen Paddlern aus. Wir starteten nach den Spitzstein- und Riesendrachen als Dritte und konnten uns schnell an die Riesendrachen herankämpfen. Leider gelang dies auch den Elb Meadow Masters bei uns. Kurz vor der dritten Wende konnten sie ihre Rennerfahrung ausspielen und uns auf der Innenbahn überholen. Damit hatten wir an der Wende ein Problem und mussten sogar abbremsen. Wir kamen zwar mit einer furiosen Fahrt noch mal an die Riesaer heran, was erneut für einen zweiten Platz reichte. Den Sieg sicherten sich ganz überlegen einmal mehr die Elb Meadow Masters.

Fazit: Dreimal Zweiter oder besser – Sächsischer Vizemeister über 250m, 500m und 2000m.

Mehr Bilder von der Meisterschaft sind in der Bildergalerie zu finden.

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