Die Elb Meadow Masters beim Berliner Halbmarathon
Der erste Wettkampf in diesem Jahr fand für die Elb Meadow Masters in Berlin statt. Über das Winterhalbjahr hinweg haben wir versucht, eine optimale Trainingsvorbereitung zu realisieren und uns damit auf den Sommer 2009 vorzubereiten. Als internen Saisonstart fuhren wir dazu bereits Anfang April die berühmten 105 Minuten von Loschwitz.
Nun stand der erste Wettkampf in Berlin vor der Tür. Dort angekommen, begrüßten wir viele bekannte Gesichter der vergangenen Jahre und langsam stieg auch die Spannung auf das bevorstehende Rennen. Jeder versuchte sich vorab auf seine Weise zu stärken: Magnesium, Traubenzucker, Pflaumenkuchen oder Bananen.
Da die "Elb Meadow Masters" auf der deutschen, privat geführten Drachenbootliga auf Platz 2 rangieren, war für uns ein Startplatz in der letzten Reihe reserviert. Aber das Rennen wird ja erfahrungsgemäß auf der Strecke entschieden und so sollte diese Position nicht unbedingt von Nachteil sein.
Are you ready! Attention! Go! Seitenwelle rechts- Querwelle von vorn links, volle Konzentration auf den Vordermann oder Vorderfrau und schon ließen wir einige Boote hinter uns. Schnell hatten wir uns durch das Starterfeld gekämpft und es galt die drei vor uns fahrenden Boote zu attackieren.
Die erste Kurve hielt in Form einer Sandbank, ein Geschenk für uns bereit, da sich zwei der führenden Boote darauf fest fuhren.
Das war unsere große Chance. Ein Überholmanöver bescherte uns Platz zwei, doch grimmig kämpfte sich das Wuppertaler Boot von "Drag Attack" wieder heran.
Die nächsten 17 km paddeln wir mit den Wuppertalern in "harmonischer" Zweisamkeit. Das ständige gegenseitige Attackieren ließ uns die Strecke kurz erscheinen. Olaf, als unser Steuermann surfte einige Male auf des Gegners Welle, sodass wir kräftesparend vorankamen. Trotzdem blieben uns die landschaftlichen und kulturellen Eindrücke der Umgegend verborgen.
Vier Kilometer vor Ziel war der Zeitpunkt gekommen, das Führungsboot anzugreifen.
Ein gediegner, langsamer und kräftiger Schlag ließ uns hinter den Wuppertaler die Führenden schnell überholen. Es schien als sollten wir auf einen guten zweiten Platz in das Ziel kommen. Doch da waren diese Trommelschläge, welche immer näher kamen. Olaf motivierte uns in immer kürzeren Abständen "100 % zu geben", aber der Gegner zog an uns vorüber. Insgesamt also Platz 3.
Erschöpft und doch glücklich stiegen wir aus dem Boot. Ein guter Saisonbeginn!
Allerdings bescherte uns dieser ereignisreiche und gelungene Samstag einen muskelschmerzenden Sonntag. Aber solche Wochenenden gibt es.
A. Kern
Endergebnis
| 1. | Drag Attack | 1:43:25 |
| 2. | Wolfsdrachen 2 | 1:43:57 |
| 3. | Elb Meadow Masters | 1:44:05 |
| 4. | OSPA Dragons | 1:44:25 |
| 5. | Sonntagfahrer | 1:44:36 |
| 6. | Pommernexpress | 1:45:43 |
| 7. | Blue Phönix | 1:47:12 |
| 8. | Red Devils Schwerin | 1:48:00 |
| 9. | MO Dragons | 1:50:25 |
| 10. | Greifendrachen | 1:52:37 |
| 11. | Quereinsteiger | 1:57:05 |



