Prague Dragon Boat Autumn 2008
Zwei Mal Silber in der Goldenen Stadt
Bereits am Freitag begaben sich LPG und Freunde per Zug in die Stadt an der Moldau, um dort am Sonntag auf die beiden Strecken gehen zu können. Vom Reiseleiter (Jörg) wurde jeder Teilnehmer auf der Fahrt entsprechend ausgerüstet, und auf die kommenden Tage vorbereitet.
Der erste Abend verlief kulinarisch zwar nicht wie erhofft, aber das gute tschechische Bier fand regen Anklang. Nach einer Malerei an die Restaurantwand (mit Unterzeichnung aller Beteiligten) wurde sich wieder auf den Weg gemacht. Mit dem einen oder anderen Dosenbier und angeregter Diskussionen über dies und jenes fand der Tag in der Herberge seinen Abschluss.
Der Samstag stand allen zur freien Verfügung, da die Rennen auf den Folgetag terminiert waren. So verstreuten sich mehrere Grüppchen quer durch die Stadt, um sich die Sehenswürdigkeiten anzusehen oder auch die Einkaufsmöglichkeiten zu nutzen. Am Abend fanden sich alle wieder zusammen, und rückten geteilt in zwei Gruppen in die naheliegenden Lokalitäten ein. Hier gab es dann endlich auch die langersehnten Knödel, so dass sich die regionale Küche genießen ließ. In Anbetracht des kommenden Tages wurde jedoch nicht bis in die Morgenstunden verweilt.
Der entscheidende Tag war da. Es hieß früh aufstehen, und sich mit Sack und Pack per Straßenbahn an die Regattastrecke zu begeben. Bereits zuvor gab es leider den ersten Ausfall zu verzeichnen, da "Wiesi" aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abreiste. Vor Ort wurden dann Dresdner Konkurrenten vom Kanuverein Laubegast gesichtet, die mit dem Tiger-Team angereist waren. Nach einer farbenfrohen und sehenswerten Eröffnung der Regatta mit Erweckung der Drachen ging es los.
Den zweiten unerwarteten "Ausfall" brachte die Nachricht über den beruflichen Weggang von Jörg Mansel aus Dresden. Dieser nahm (auf eigenen Wunsch) somit nur als Organisator teil, und verfolgte die Rennen von außen. Trotz dieser Widrigkeiten fühlte sich das Team den Aufgaben gut gewappnet. Die Endplatzierungen über 250m - Sport wurde aus der Summe von zwei Zeitläufen ausgefahren. Im ersten Rennen distanzierte die LPG die Tiger gleich um einige Sekunden. Damit war ein guter Auftakt erreicht. Anhand der weiteren Rennen kristallisierten sich zwei einheimische Teams als die stärksten Mitstreiter um den Sieg heraus. Aufgrund der Auslosung kam es zu einem direkten Aufeinandertreffen mit diesen. Nach einem passablem Start kämpften wir uns zwar heran, mussten uns den H.V.A.C Dragons aber geschlagen geben. Dafür konnten wir das andere tschechische Team hinter uns lassen, was uns in der Endabrechnung den Silber-Rang (von fünf Teams) brachte.
Nachdem Teil eins der Veranstaltung schon gut lief und wir ja eher die Langstrecke bevorzugen, gab es Hoffnung auf einen weiteren Pokal. Die 1.000m-Strecke wurde mit Wende und als Art Verfolgungsrennen gefahren. Gestartet wurde in umgekehrter Reihenfolge zu den Ergebnissen aus den 250m-Rennen, so dass die LPG als Vorletzte an den Start ging. Mit langem und kräftigem Paddelschlag kamen wir bis zur Wende Stück um Stück an das vor uns gestartete Team heran. Aber auch die H.V.A.C Dragons schlossen zu uns auf. So entwickelte sich nach der Wende praktisch ein Dreikampf. Den Angriff von hinten konnten wir abwehren. Folglich wurde sich darauf konzentriert das andere Boot noch zu überflügeln was uns bis zum Ziel gelang. Mit der Gewissheit ein gutes Rennen geliefert zu haben, stiegen wir aus dem Boot. Die endgültige Platzierung wurde dann erst zur abschließenden Siegerehrung verkündet. Zu unserer aller Freude stand auch hier in der Endabrechnung der zweite Platz zu Buche. Zum Feiern blieb jedoch kaum Zeit, da es galt pünktlich den Bahnhof zu erreichen.
Hier zeigte sich erneut die perfekte Organisation, denn auch dies klappte reibungslos. Glücklich und zufrieden wurde zum späten Abend Dresden erreicht, und zudem mit zwei Pokalen.
Ein Dank gilt daher allen Beteiligten, dem Organisator in Reihen der LPG und natürlich den Verantwortlichen des WSV.
Andreas Dörre
Fotos: Markus Thieme




