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Die Dragolympics 2011

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Wie die Lustige Paddel Gesellschaft (LPG) den "Schlössercup" bewältigte und auch bei den anderen Disziplinen gut aussah

2011_Schlössercup
die LPG rückt an

An einem Samstag, dem 4. Juni 2011, war es wieder soweit. Teams aus Sachsen, Österreich, Hessen, Schwaben und Sachsen-Anhalt hatten sich morgens auf dem Gelände des VKD eingefunden, um sich warm zu machen. Erwartung lag in der Luft. Der Himmel hatte beschlossen, die Sonne komplett hindurch zu lassen. Stromabwärts sah man bald ein Objekt, welches sich dem Schauplatz langsam nährte. Es glich einer länglichen Schüssel mit Beinen an welcher eine zweite Schüssel ohne Beine hing. Als das Objekt dichter kam, erkannte man die LPG im Drachenboot wie sie ein zweites mobiles Kampfgerät im Schlepptau hatte, um den erbitterten Gegnern die Möglichkeit zu geben, uns im fairen Wettkampf gegenüber zu treten. Als alle elf Teams ein Boot hatten, und in diesem Boot saßen und sich damit irgendwann auf der Elbe befanden, konnte es losgehen! Die "Löwen", welche bei unserem letzten Aufeinandertreffen (Prag 2010) hinter uns lagen, konnten uns mit ihrem ersten Platz auf der 800-m-Distanz zeigen, dass Sie es genauso machen, wie andere Teams auch, nämlich einen Teil Ihrer Freizeit mit Paddeln verbringen. Dann war die 8-km-Distanz dran. Nach einem Start, bei dem alle Teams offiziell nacheinander aber praktisch dann doch ein bisschen miteinander gestartet waren, hatte es unser Steuermann Frank geschafft, das Boot dort zu halten, wo uns das Elbwasser half, gut vorwärts zu gelangen. An der Wendeboje war ein gar mächtiges Gedränge, welches die meisten Teams über die restliche Distanz aufrecht erhalten konnten, während die LPG etwas zurück fiel. Vielleicht war es nun ganz gut, dass nach 800 m und den 4 km stromabwärts noch Kraft da war, um an den ganzen Schlössern stromauf wieder vorbei zu paddeln. Nachdem wir an den Pulk der anderen Teams herangefahren waren, beschloss Frank, uns einen verkehrsberuhigten und strömungsarmen Elbbereich zu suchen. Bald konnten wir das Kampfgeschrei derer, die sich gegenseitig die Wellen gegen die Bordwand schmissen und dabei auf starke Gegenstömung nicht verzichten konnten, nur noch von hinten hören. Dafür sahen wir die "Schwabenpower", welche unbeirrt auf der uns gegenüberliegenden Elbseite vorne weg fuhr, zunehmend besser. Trotz unseres räumlichen Abstandes zu unseren Konkurrenten hatten wir keinen Motivationseinbruch, da Jana an der Trommel und Frank auf dem Bock genug koordinierten Krach erzeugten. So konnten wir die Erinnerung, dass dies ein Rennen ist, die ganze Zeit aufrecht erhalten. Am Ende waren wir souverän Zweiter und total alle. Nachdem die einen sich hübsch gemacht, die anderen sich wenigstens gewaschen und die dritten lieber was gegessen hatten, ging es dann um diejenigen dragolympischen Disziplinen, die an Land stattfanden:

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Wasserbombe flieg...
  • Wasserbombenvolleyball

  • Skilanglauf

  • Paddelweitwurf

  • Dragon-Curling

  • Ping-Pong

  • eine Sportart, die abhängig vom individuellen Bierpegel keiner richtig verstanden hatte

  • Bierkastenstapeln

Beim Wasserbombenvolleyball fassen zwei Leute vier Ecken eines Handtuches und werfen oder fangen mit Wasser gefüllte Luftballons. Während Antje gut aussah, musste Björn die anderen beiden Ecken des Handtuchs halten. Beim Skilanglauf war zu erkennen, dass auch die Teams, welche aus Skiregionen kommen, Schwierigkeiten hatten, das richtige Wachs auszuwählen. Beim Paddelweitwurf konnte Frank zeigen, dass es einfach nicht reicht, das Paddel mit Kraft nach hinten zu ziehen –nein– man muss es auch mit Kraft nach vorne schmeißen können! Beim Dragon-Curling hatten wir eine Sportart zu bedienen, die in der Core-Kompetenz der LPG liegt.

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strom- bzw. hangaufwärts unterwegs

IKKe musste sich über eine Plane werfen lassen, um geschmeidig rutschend einen speziellen Punkt mit der Nase zu treffen. Das gelang ihm dann auch im offiziell gestatteten dritten Versuch (alle anderen hatten nur zwei). So konnte er seinen eigenen Rekord als Curling-Stein von 0 cm (Entfernung zum Zielort) zwar nicht brechen, aber das Ergebnis immerhin einstellen. Das Ping-Pong mit zu kleinen Karbonpaddeln forderte die Beinarbeit, auf die es ja bei Drachenboot-Sportlern so unglaublich ankommt. Dann kam die Sportart, die abhängig vom individuellen Bierpegel keiner richtig verstanden hatte. Der Autor gibt für die richtige Wiedergabe der Regeln keine Garantie: Mehrere Leute stehen mit bunten Mützen vor bunten Stechpaddeln und versuchen mit gelben Plüschbällen so auf die Paddel zu werfen, dass diese wegknicken. Dabei muss man die Paddel auswählen, die nicht vor einem stehen. Wer eine bunte Mütze auf hat, für die kein Paddel mehr da steht, darf nicht mehr mitspielen. Nachdem der Tag die Athleten schon reichlich gefordert hatte, kam nun noch das Bierkastenstapeln. Auch hier war wieder mentale Stärke gefragt: Wer braucht schon leere Bierkästen, die waagerecht gegen die Wand gedrückt werden? Noch nicht erwähnt wurde eine Disziplin, die sich zeitlich über das gesamte Wettkampfwochenende erstreckte und die Herren der Ringe küren sollte: nämlich Bier seinem Bestimmungszweck zuzuführen. Ein Bier, ein Ring - diese Disziplin gewann nicht ganz unerwartet das Team

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unsere Damen in Aktion

aus Witten. Zu guter Letzt bescherte uns die Siegerehrung neben vielen anderen Plätzen einen vierten Platz in der Gesamtwertung, insbesondere erreicht durch den zweiten Platz im Acht-Kilometer-Drachenboot-Fahren und einen 1. Platz im Dragon-Curling. Wir danken den WSV-Mitgliedern anderer Teams dafür, dass sie sich für die Dauer dieses immer wieder schönen Events so bedingungslos von der Lustigen Paddel Gesellschaft adoptieren ließen und dem Veranstalter dafür, dass es immer wieder ein schönes Event ist. Den Teams, die hinter uns lagen, danken wir dafür, dass sie würdige und faire Gegner waren, den Teams, die vor uns lagen, danken wir dafür, dass sie würdige und faire Gegner waren. Dem Wetter danken wir dafür, dass es richtig gut war. …und wir freuen uns schon auf nächstes Jahr…

Verfasser: Dirk

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