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Nachbetrachtung eines Herbstrennens

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Die LPG in Rostock

Rostock 2017
vor dem Start

Die Deutsche Bahn hat es entgegen ihrem schlechten Ruf geschafft, die LPG noch am Freitagabend und damit pünktlich ans Ziel zu bringen. So konnten wir am nächsten Morgen ohne Zeitverzug mit der Erwärmung beginnen und uns in aller Ruhe auf die Sprintrennen vorbereiten. Viel wahrscheinlicher hat aber Micha, unser Transportorganisator, von den wenigen zuverlässigen Verbindungen genau die Richtigen ausgewählt. Danke.

Vielleicht war das Sprintrennen etwas durchwachsen, das mag an geringer Wassertiefe oder der wie magisch an uns klebenden Bahn 3 gelegen haben. Möglicherweise lag es jedoch auch an wechselnder Windstärke und Windrichtung – aber Rostock ist eben auch nicht Magdeburg und so hatte keiner ein „Still ruht der See“ erwartet.

Immerhin haben wir uns auf der 220 m Strecke in einem sehr guten Teilnehmerfeld von immerhin 32 Teams gut verkauft, und konnten uns mit Unterstützung von Roger und Floh kontinuierlich steigern. Das Boot lief mit jedem Rennen besser und so war letztlich keiner unzufrieden mit dem 17. Platz. Warum auch, denn wir hatten uns so ganz nebenbei im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessert.

Rostock 2017
Karaoke, oder einfach nur Spaß

Das innerhalb der LPG überhaupt keine Traurigkeit aufkam lag wohl einfach daran, dass die Langstrecke - die Spezialität der LPG - noch vor uns lag. So überwog im Team weiter die optimistische Stimmung, die von Anfang an mit großem Enthusiasmus zelebriert wurde.

Beim Nachtrennen hat uns die clevere Taktik unseres Steuermannes Frank einen perfekten Start ermöglicht. Auf der Langstrecke hatten wir einen richtig guten Lauf. Das Boot hatte keine Herzrhythmusstörungen – an dieser Stelle einen besonderen Dank an unsere Trommlerin Annette und an unsere starken Unterstützer Friedrich und Sophie. Das intensive Training des Gleichschlags vor der Regatta hat sein Ziel ganz klar nicht verfehlt.

Unser Steuermann muss es ertragen, noch einmal erwähnt zu werden, denn seine Wahl der Route hat es uns ermöglicht, auf der Strecke keine Geschwindigkeit zu verlieren, weil wir in den Luxus kamen, nahezu ohne Wende zu fahren. Die „100 Schläge“ haben das ganze Team schon weit vor dem Ziel in einer langen Endspurtphase zusätzlich motiviert und so lautete das Zwischenfazit unseres Steuermannes: „Richtig gut durchgekommen, nicht eingebrochen, das vordere Boot ist uns nicht weggefahren und das nachfolgende Boot hat auch nicht zu uns aufgeschlossen. Bei 4 Startfeldern und 24 Mannschaften sagt das aber zunächst noch nicht viel. Und deshalb hat sich ein Großteil der LPG erst mal unter der warmen Dusche frisch gemacht. 

Rostock 2017
Beweis des Erfolges

Die Siegerehrung wurde dann mit viel Spannung erwartet. Natürlich hatten wir die Hoffnung, dass es für einen guten Platz im Mittelfeld gereicht haben könnte. Eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr war fast zu erwarten, denn die Zeitstrafe welche im Vorjahr nur einen 21. Platz ermöglicht hatte, war den meisten noch gut in Erinnerung. Da sollte doch etwas möglich sein… aber wer konnte das zu diesem Zeitpunkt so genau wissen. Und auch wenn wir uns sicher waren, dass wir nicht nur die letzten Plätze belegt hatten, war doch bei jeder neuen Platzierung die Erleichterung zu spüren, noch nicht genannt worden zu sein.

Dem Veranstalter ist die Siegerehrung nicht zuletzt so gut gelungen weil es der Moderator verstand, durch geschickte Hinweise auf die Herkunft des nächsten Teams, die Spannung über die gesamte Zeit hochzuhalten. Als fest stand, dass die LPG es in die erste Hälfte geschafft hatte und damit Platz 12 schon mal möglich war, steppte im Team der Bär oder besser gesagt der Bully… und es war noch lange nicht das Ende!

Rostock 2017
ungewohnter Rückblick

Mit dem Erreichen der „Top Ten“ waren die Erwartungen schon übertroffen. Mit Platz 6 hatte aber wirklich keiner gerechnet. Wenn Johannes schon sagt: „Ich habe mich noch nie so über einen 6. Platz gefreut“ bringt das die Stimmung in unserem Team perfekt auf den Punkt. Genial, dass wir nur 4 Plätze hinter dem Vizeweltmeister liegen und uns diese Mannschaft nur 10 Sekunden und damit nur etwa zweieinhalb Bootslängen „abgenommen“ hat. Danke an das gesamte Team, wir können stolz auf das sein, was wir gemeinsam erreicht haben.

Es war ein geniales Wochenende bei dem auch der gemeinsame Spaß und die Freude zu keinem Zeitpunkt zu kurz gekommen sind. In diesem Sinne auf die nächsten 20 Jahre… 

Ein großer Dank geht nicht zuletzt an die Veranstalter, die eine perfekte Regatta organisiert und damit das anfangs wechselhafte Wetter zur Nebensache degradiert haben.

Text: Johannes / Lothar
Bilder: Veranstalter / LPG

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