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Die LPG in der goldenen Stadt Prag

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Die LPG überzeugt mal wieder auf der Langstrecke

Prag 2018
Botel Racek
Nach zwei erfolgreich und mit viel Spaß gemeisterten Regatten mit KönigsWusterhausen (Brandenburg) und Friedersdorf (Sachsen-Anhalt) zog es die LPG zur letzten Regatta in dieser Saison auf internationale Gewässer. Nach mehreren Jahren „Abstinenz“ stand der Prague Dragon Autumn mal wieder auf der Wunschliste. Die LPG war bei den Organisatoren noch gut in Erinnerung, wie sich bei den Vorbereitungen nebenher ergab. Für einen Ausflug nach Prag zeichnete sich von Anfang an reges Interesse ab, so dass der Teilnahme an dieser Regatta (veranstaltet durch den Prague Dragon Boat Club), nichts mehr im Wege stand. 

So ging es bereits am Nachmittag des 7. September 2018 bei schönstem Spätsommerwetter mit der Bahn gemeinsam auf nach Prag. Selbstverständlich fehlte hierbei auch der obligatorische Eierlikör nicht. Dank eines Tipps von Frank und rechtzeitiger Bemühungen war es gelungen im Botel Racek, einem Hotelschiff auf der Moldau, eine einfache aber völlig ausreichende und preiswerte Unterkunft für alle zu finden. Ein leichter Schock folgte dann allerdings am Abend, als dem schiffseigenen Restaurant das Bier ausging – und das in Prag!!! Glücklicherweise brachte man die Situation aber wieder unter Kontrolle.

Prag 2018
Drachenzeremonie
Zur Regatta am Sonnabend hatten sich einschließlich der LPG nur sechs Teams angemeldet, was für die Organisatoren nach eigenem Bekunden aber nichts Ungewöhnliches war. Neben drei tschechischen Teams waren noch die Beetzsee Drachen aus der Stadt Brandenburg mit einigen Gästen und somit zwei Teams mit von der Partie. 

Mit einer beeindruckenden Tanzvorführung erweckten unsere Prager Gastgeber zu Beginn der Regatta den Drachen. Daraufhin konnte der Wettkampf beginnen. Für die meisten von uns neu war der Auftakt der Regatta in Gestalt des „Tanjung-Pinang-Cups“, der in einer separaten Wertung mit nur einem Durchgang für jedes Team auf indonesischen Drachenbooten auf einer Distanz von 600 m mit einer Wende ausgetragen wurde. 

Prag 2018
indonesisches Drachenboot

Die Besonderheit am indonesischen Stil ist die Besetzung der Boote mit nur 12 Paddlern, die auf dem Süllrand sitzen und mit schmalen, aber relativ schweren Holzpaddeln das Boot voranzubringen haben. Obwohl diese Paddeltechnik und Sitzhaltung für alle ungewohnt war, gelang es dem Team der LPG, bis zur ersten Wende einen veritablen Vorsprung vor dem Verfolgerteam herauszufahren. Bedenklich und ärgerlich war freilich, dass dieser Vorsprung durch den uns zugeteilten Steuermann nach der vollzogenen Wende dahin war. Plötzlich lagen wir also hinten, so wie das den anderen Teams mit diesem Steuermann auch erging. Ohne diesen Patzer wäre sicher ein 1. oder 2. Platz drin gewesen; so reichte es schließlich „nur“ für Platz 3 und damit für einen Pokal – immerhin, muss man bei dem erheblichen Zeitverlust durch die ungeschickt gefahrene Wende sagen.

Es folgte der Ausscheid durch drei Rennen in der 200-m-Distanz, was traditionell trotz regelmäßigen Trainings nicht eben die Stärke der LPG ist. Trotz gespürter und auch gemessener leichter Steigerung in den Zeiten reichte es hier in der Gesamtwertung im Ergebnis nur für einen undankbaren 4. Platz. 

Schon eher ein „Heimspiel“ war für uns das abschließende 1000-m-Rennen, bei dem sich nun endlich auch unser Steuermann Frank einbringen konnte, nachdem die anderen Rennen den Regularien des Veranstalters entsprechend mit von diesem gestellten Steuerleuten ausgetragen worden waren. Mit einem Zeitversatz von jeweils 30 Sekunden starteten die Teams auf die Strecke, wobei drei Wenden zu fahren waren. Durch den Zeitversatz hieß es nun alles zu geben, ohne einen Seitenblick auf die „Konkurrenz“ werfen zu können, wodurch auch das Gefühl für die Platzierung fehlte. Dass wir es können wussten aber alle im Boot – und gaben ihr Bestes. 

Mit Erfolg – wie sich wenig später nach Verkündung der bis dahin geheim gehaltenen Zeiten im Rahmen der Preisverleihung zeigte. Mit ca. zwei Sekunden Vorsprung vor dem Drittplatzierten und einer Sekunde Vorsprung vor dem Zweitplatzierten (beide Teams der Beetzsee Drachen) war es der LPG wieder einmal gelungen, auf der Langstrecke zu brillieren und den 1. Platz zu erpaddeln. Die Freude über diesen Erfolg und den Pokal nebst einer Flasche echt böhmischen Sektes war natürlich groß. 

Prag 2018
so sehen Sieger aus

Einen verdienten, bei der diesjährigen Regatta zum ersten Mal ausgelobten Sonderpreis in Gestalt eines liebevoll verpackten Drachen-Eies, das der Drachen nach einer sehenswerten, durch die Tanzgruppe zelebrierten Zeremonie preisgab, erhielt das aus tschechischen Drachenboot-Freunden und dem „Nachwuchs-Kader“ bestehende Mixed Team, das man einschließlich der mitgefahrenen Kinder wohl als "Sieger der Herzen" bezeichnen kann. 

Ein ganz herzlicher Dank gebührt den Organisatoren und Mitwirkenden, die diese Regatta liebevoll, fast familiär gestaltet haben und wunderbar entspannt ablaufen ließen. Angenehm aufgefallen ist auch die zweisprachige Moderation - wahrlich keine Selbstverständlichkeit. 

Die Anstrengungen des Tages hatten offensichtlich ihren Tribut gefordert, so dass sich die LPG am Abend zwar aufteilte, der große Schwoof in der Prager Innenstadt aber ausblieb. 

Eine Stadtrundfahrt der besonderen Art hatten unsere tschechischen Gastgeber dafür am Sonntagvormittag ermöglicht. Einer Tradition folgend wurden vom Vereinsgelände aus drei Drachenboote zu Wasser gelassen, um anschließend gemeinsam mit den Paddelfreunden der Beetzsee Drachen und tschechischen Steuerleuten gemütlich Richtung Innenstadt zu fahren. Unnötig zu erwähnen, dass auch das eine oder andere alkoholische Getränk seinen Weg mit an Bord gefunden hatte. Seinen Abschluss fand dieser Ausflug in einer Entdeckung der besonderen Art, nämlich der eher zufällig aufgetanen Gaststätte am Bahnhof Prag-Branik. Der Gulasch mit Knödeln und die nette Kellnerin, die sich geduldig und letztlich erfolgreich bemühte, trotz bestehender Sprachbarriere alle zufrieden zu stellen, werden lange in Erinnerung bleiben!

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