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Die LPG macht (An)halt in Sachsen

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Die Sommerferien sind vorbei und der Sommer 2018 gibt noch mal richtig Gas … genau die besten Zutaten, um an der 19. DB-Regatta in Friedersdorf teilzunehmen.

So ging es für die LPG-Paddler am 18.08.2018 nach Sachsen-Anhalt, um sich mit den Besten des Landstriches Bitterfeld-Wolfen zu messen. Eine kleine Abordnung machte sich bereits am Freitag auf die schnelle Reise in das Land der Frühaufsteher, um schon mal die Wettkampfstrecke und die Umgebung zu checken. Einige fanden keinen Schlaf im Zelt und die anderen fühlten sich wie geborgen in einer schicken Monteursunterkunft.

Friedersdorf 2018 - Bild 03
Friedersdorf 2018

Doch zurück zum sportlichen Teil. Am frühen Samstag traf dann der restliche LPG-Tross am Muldestausee ein und bereitete sich auf die Regatta vor. 10:24 Uhr wurde es zum ersten Mal ernst für uns. Quali-Vorlauf gegen vier andere Teams. Das Startkommando ertönte und so ging es mit 1-20 auf die Strecke. Das Boot kam gefühlt gut aus dem berühmten Knick und sowohl Trommlerin als auch Steuerfrau heizte gut ein. Mit einem respektablen Gleichschlag erreichten wir das Ziel auf dem 2. Platz. Da alle Läufe reine Zeitläufe waren, galt es nun abzuwarten, was unsere 54,016 Sekunden auf 200 Meter bedeuten. Wird es der „Sport Cup“ … der „Fun Sport Cup“ … oder doch nur „Fun Cup“. In der Zwischenzeit wurde das Rennen ausgewertet und an der Startsequenz gearbeitet. Mehr Druck beim ersten Paddelschlag. Dann stand es fest: die LPG hat knapp die Champions League verpasst und paddelt in „Fun Sport Cup“ weiter. Das zweite Rennen wurde mit der gleichen Konzentration angegangen wie das erste. Nur diesmal klappt der Start hervorragend und die Strecke wurde in 53,318 Sekunden absolviert - was gleichzeitig Platz 3 bedeutet und den Einzug ins A-Finale hieß. Und auch dort ließen wir uns nicht lumpen, bündelten die Kräfte und jagten förmlich nach 53,487 Sekunden ins Ziel. Zweiter oder nur Dritter waren die ersten  Gedanken … aber dann stand das Ergebnis fest … Platz 4 war ein kleiner Dämpfer, wenn wir ehrlich sind. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Wir wären aber nicht die LPG, wenn wir nicht das Beste draus machen würden und für jeden Spaß zu haben wären. Staffelrennen?? Klar - wir machen mit.

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Friedersdorf 2018

Beim Staffelrennen gilt es den Staffelstab von einem Drachenboot nach 150 Meter Wettkampfstrecke dem anderen Drachenboot zu übergeben. Soweit so gut. Nun fahren die Drachenboote aufeinander zu. In der Wechselzone heißt es dann für die Steuerleute Nerven bewahren und für die Trommlerinnen eine  sichere Hand bei der Übergabe des ca. 1m langen Stabes.

Wir bekamen die DRK-Drachen als Sparringspartner zugelost (somit bestand unser Team also aus einem schnellen Team und einem ganz schnellen Team). So ging es los. 10 Mannschaften in fünf Teams gingen an den Start. Die DRK-Drachen starteten und paddelten auf der Bahn 3 auf uns zu. Was für ein Anblick, so ein Drachenboot im Vollspeed auf einen zu rasen zu sehen. Der Puls stieg ins Unermessliche. Hoffentlich klappt die Übergabe des Staffelstabes. Noch 50 Meter … alle gingen in Auslage und langsam begannen wir unser Boot in Fahrt zu bringen. Noch 10 Meter … Was für eine Spannung. Und dann ging es rasend schnell. Die Trommlerinnen taten ihren Job … Übergabe des Staffelstabes … die Paddler gingen sofort auf Startmodus und ab ging sie die Luzie … Mit einem Hieb waren wir auf der Strecke. Das Adrenalin war förmlich zu spüren und mit kräftigen Schlägen ging es auf die kurze Strecke … unglaublicher Gleichschlag. Die Jolle schnitt das Wasser entzwei und wir machten eine sehr gute Figur und flutschten durch das Ziel … für Platz 1 hat es einfach nicht geklappt. Der Gegner war mit seiner Männeranzahl einfach ein zu dickes Brett für uns. Im Ziel wurden sofort die Rufe nach einer Wiederholung laut, weil es einfach ein klasse Spaß war. Bei der nächsten Staffel sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei!!!
Nun ging es für die LPG auf ihre Spezialdisziplin. Die Langstrecke bzw. alles was länger als 200 Meter ist, liegt uns deutlich mehr.

Friedersdorf 2018 - Bild 04
Friedersdorf 2018

Verfolgung 2.000 Meter. Das kennen wir. Das mögen wir. Noch wurde kurz über die Taktik gesprochen. Wie und wann wir starten und wie wir die Wenden angehen wollen. Unsere Steuerfrau Bettina sollte an diesem Tag eine entscheidende Rolle spielen.

Als Dritte gingen wir auf die Strecke. Da die Regularien recht entspannt waren (mit Überschreiten der Startlinie beginnt die Zeitnahme und bei der Wenden… Hauptsache ihr wendet hinter den Bojen) versprach das Rennen jede Menge Spannung.

Der Starter zählte noch die letzten Sekunden runter, da waren wir schon auf Betriebstemperatur und starteten unseren Lauf. Ein toller Start der LPG - attestieren die Zuschauer. So ging es nach 500 Metern in die erste Wende … „Wende ab“ hieß das Kommando und die Schläge wurden schneller, viel kürzer und zackiger … Damit kamen wir doch recht gut um diese erste Kurve. Auf der Gerade setzen wir unseren klasse langen Gleichschlag wieder an und kamen dem Boot vor uns gefährlich nah. Doch irgendwie anderes als gedacht. Machten wir einen Schwenker?? Was macht denn Bettina da?? Das dachten nicht wenige im Boot. „Wende ab“ schallte es wieder von hinten … und es gab einen weiteren Ruck im Boot und wir schossen um die Bojen und konnten in der Kurve das andere Boot überholen. Was für ein Manöver!!! Laaannnng ging es wieder auf die Gerade … und getrieben vom Ehrgeiz und des wundervollen Gefühls, dass die Jolle lief, ging es in die letzte Wende … „Wende ab“ das kannten wir und es ging einfach nur spektakulär zur Sache … und nun wurden die letzte 500 Meter derart abgespult, und der Abstand zum Boot mit der Startnummer 1 schmolz und schmolz. Die letzten Kräfte wurden mobilisiert und es sah tatsächlich so aus als ob wir sie noch kriegen … aber das Rennen war nach insgesamt 2.000 Metern zu Ende … und wir sanken glücklich und ausgepumpt an den Süllrand. Nicht ganz eingekriegt, aber echt super aufgefahren. Das war das Fazit des Rennes. Was für ein Tag. 

Friedersdorf 2018 - Bild 01
Friedersdorf 2018

Nach dem Rennen und Abbau des Teamzeltes blieb eine kleine Abordnung zur Siegerehrung, die es in sich haben sollte. Ein bisschen durcheinander wurden die Sieger und die Platzierten aufgerufen. Dass es mit einem Pokal auf 200 Meter nicht geklappt hatte, war für den Autor nicht wirklich schön, aber so ist nun mal Sport. Die Urkunde für den 4. Platz wurde brav abgeholt und die Hoffnung auf eine kleine Anerkennung für den 2. Platz im Staffellauf nährte die Hoffnung auf einen Pokal. Eine Urkunde war es. Ok. Gut dachten wir. Dann wurden noch die Sieger im 2.000 Meter Rennen verlesen … Wurden diese auch entsprechend der einzelnen Cups ermittelt?? Der Moderator rief nun den Sieger in 2.000 Meter Verfolgung „Sport Fun“ auf … die LPG aus Dresden … Wwwaaaaaahhhhhnnnnsinnnnn. Ein kleiner aber sehr energischer Jubelschrei wurde von den verbliebenen 6 Paddlern in den Abendhimmel gestoßen. Mit einem breiten Grinsen wurde der Pokal entgegen genommen und mit vernünftigem Bier angestoßen. Auf das berühmte Pokalsaufen haben wir diesmal verzichtet… und es ging glückselig gen Heimat zurück.

Ein schöner Tag in Sachsen-Anhalt geht zu Ende. Vielen Dank an die Organisatoren. Es war sehr nett bei Euch. Und ein großes Dankeschön geht an alle Paddler die mit uns als LPG unterwegs waren. Bis zum nächsten Mal.

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