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97. Deutsche Kanu-Rennsport-Meisterschaften in Hamburg

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Zahlreiche Top-Platzierungen, aber eine ernüchternde Medaillen-Bilanz

Vom 29.08. bis 02.09.2018 fanden in Hamburg die 97. Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport statt. Insgesamt 27 Athleten beteiligten sich für den WSV "Am Blauen Wunder e.V. an den Titelkämpfen und errangen 1x Gold, 3x Silber und 6x Bronze. Erfreulicher Weise präsentierten sich Albert Fritzsche und Karo Weber im jahrgangsinternen Vergleich so stark, dass sie für die "Olympic Hope Games" (14.-16.09.2018, Poznan) in die deutsche Nationalmannschaft berufen wurden.

Den Wettkampf eröffneten die Schülerinnen A mit dem Mehrkampf. Insbesondere im 1.500m Lauf zeigten unsere drei Teilnehmerinnen Anne Auerswald (AK 13), Lea Klingner und Viviane Mucha (beide AK14) überragende Leistungen und sicherten sich alle die Teilnahme im A-Finale der abschließenden 1.000m im K1. Auch wenn zu der absoluten deutschen Spitze ein paar Sekunden fehlten, waren unsere jüngsten Sportlerinnen mit ihren Top-Ten Platzierungen am Ende sehr zufrieden (Lea 5. Platz, Viviane und Anne A. jeweils 7. Platz).

Gruppenbild - DM Kanurennsport 2018
Gruppenbild Kanukids Dresden - DM Kanurennsport 2018 in Hamburg

Neben dem Mehrkampf starteten unsere Schülerinnen auch auf der 500m und konnten sich in allen Rennen bis ins Finale fahren, jedoch (noch) nicht zu den Medaillen greifen. Im Vierer verpassten Anne A., Lea, Viviane und Finja Quitzsch nur um 8/10 Sekunden den ersehnten Podestplatz. Entsprechend ehrgeizig gingen die vier Mädchen in das abschließende Langstreckenrennen und erkämpften sich die wohl verdiente Silbermedaille. Überraschend kam auch noch eine Bronze-Medaille durch Viktor Haupt (Kanuverein Laubegast e.V.) und Yannick Seibt (TSV Rotation Dresden e.V.) hinzu. Die beiden Sportler starteten im Rahmen des Dresdner SchülerA-Projektes gemeinsam dieses Jahr für den WSV.

Eine erfolgreiche Medaillen-Ausbeute erzielten dieses Jahr unsere beiden U23-Bundeskader Benedikt Bachmann und Jakob Kurschat. Bendikt errang bereits am Freitag zwei Bronze-Medaillen. Zuerst erpaddelte er sich mit seinem Trainingsgruppenpartner Jonas Dräger (KC Dresden e.V.) Rang 3 im K2 über 500m. Am Abend kletterten die beiden gemeinsam mit Jakob und Top-Athlet Tom Liebscher (KC Dresden e.V.) erneut auf das Podest. Am Samstag legte Jakob nach und musste sich im K2 über die 1.000m (gemeinsam mit Tom Liebscher) nur den Olympiasiegern Max Hoff-Max Rennschmidt (KG Essen) geschlagen geben.

Den (einzigen) Titel "Deutscher Meister" sicherten sich dagegen die Mädchen der weiblichen Jugend. Mit Josephine Klingner, Estella Damm und Karo Weber waren gleich drei unserer Athletinnen im Siegerboot des LKV Sachsen vertreten. Für Estella war es nicht der erste Gang zur Siegerehrung an diesem Tag. Bereits zuvor gewann sie zusammen mit ihrer Partnerin Lisa Marie Kieschnick (KV Laubegast) Silber im K2 500m. Für unsere Jungs der männlichen Jugend blieben die Finals über die Mittelstrecken dagegen leider ohne Medaillen, wenn auch teilweise denkbar knapp. Auch die Herren Junioren fuhren in zahlreichen Finalentscheidungen um die Medaillen mit, verpassten am Ende auch teilweise hauchdünn das Podium.

Für einige unserer Sportler kam es bei den Langstrecken-Wettbewerben doch noch zu einem "Happy End". Albert Fritzsche und Ben Lehmann errangen Bronze im K4 für die RG Sachsen und Lion Waurich erkämpfte sich ebenso Bronze im Einer über die lange Distanz. Tragisch war dagegen die Kenterung von Tobias Hammer, in einer 3-köpfigen Führungsgruppe vor dem Feld liegend. Auch die Mädchen schlossen mit einem lachenden und einem weinenden Auge ab. Nach Kollision während des Rennens, mussten sie im Endspurt um Platz 3 und 4 sprinten. Das Zielfoto ergab einen Vorsprung von 9/100 für Josephine und Lisa Marie vor dem Boot mit den beiden jüngeren Estella und Karo.

Nach der harten Vorbereitung ist mit den deutschen Meisterschaften die Saison jedoch noch nicht abgeschlossen. Neben kleineren regionalen Regatten, steht für einige WSV-Athleten noch der eine oder andere Start in Auswahlmannschaften des Landes- und Deutschen Kanuverbandes in den nächsten Wochen an. Nach den Herbstferien beginnt dann die neue Saisonvorbereitung mit dem klaren Ziel, nächstes Jahr wieder mehr Edelmetall von den Titelkämpfen nach Hause zu bringen.

Autor: Heike Gußer

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