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Stellungsnahme zum Interview von Steffi Kriegerstein in der Sächsischen Zeitung vom 11.11.2016

Aus gegebenem Anlass sehen sich Vorstand und Aufsichtsrat des WSV "Am Blauen Wunder" im Namen aller Vereinsmitglieder, aber besonders im Sinne der vielen ehrenamtlichen Übungsleiter und Verantwortlichen in der Pflicht, eine Richtigstellung der im Interview von Steffi Kriegerstein vorgebrachten Vorwürfe darzulegen.

Im benannten Interview wird seitens Steffi behauptet, dass der Verein zwar stolz auf sie war und ist, aber letztendlich nicht um sie gekämpft hat. Diesbezüglich möchten wir klarstellen, dass wir sehr wohl auf die Leistung der vergangenen Jahre und insbesondere auch auf den Erfolg bei Olympia in Rio 2016 stolz sind und ihr diesen Erfolg von Herzen gönnen. Es entspricht aber nicht der Wahrheit, dass es seitens des Vereines Widerstand gab gegen das Engagement eines Managers, das ist die Entscheidung von Steffi. An dieser Stelle möchten wir auch klarstellen, dass seitens des Vereines keinen Widerstand gegen die Unterstützung durch einen Manager gab, sondern das es seitens des Vorstandes keine Bereitschaft gab, auf die unsachgemäße und fordernde Art und Weise des Managers von Steffi einzugehen.

Um dies zu umgehen und einen gemeinsamen Weg zu finden, gab es seitens Ronald Schultze (2. Vorsitzender), Eberhard Schmiemann (Aufsichtsrat) und Steffen Fritzsche (Aufsichtsratsvorsitzender) mehrfach an Steffi das Angebot zum persönlichen Gespräch. All diese Angebote wurden nach dem olympischen Erfolg entweder mit den Worten "... ich rede nicht mit Dir, sprich mit meinem Manager!" abgelehnt oder komplett ignoriert.

Weiterhin sei an dieser Stelle bemerkt, dass Steffi seit mehreren Jahren aufgrund Ihrer erfolgreichen Laufbahn nicht mehr bei uns im Bootshaus trainiert, sondern an entsprechenden Leistungsstützpunkten gefördert und trainiert wurde. Die nötige Ruhe, wenn Sie denn bei uns im Bootshaus nach Steffis Aussage nicht gegeben war, war also da wo sie trainiert hat, allgegenwärtig.

Die aus unserer Sicht gravierende Falschaussage bezieht sich auf die Rückgabe der zwei Boote. Diese Boote wurden durch den Verein und seine zahlreichen Förderer und Unterstützer angeschafft. Solche Boote gehören auf Grund der förderrechtlichen Bestimmungen immer dem Verein und nie einem Sportler, wer immer es sei. Der Nutzungszweck lag in der Zeit ganz richtig bei Steffi. Aufgrund der Kündigung der Vereinsmitgliedschaft entfiel jedoch der Nutzungszweck für Steffi.

Aufgrund der Tatsache, dass Steffi ab November für 8 Wochen zum Lehrgang bei Ihrem Arbeitgeber Bundeswehr ist und diese Boote dann anderen Sportlern zur Verfügung stehen sollen, haben wir auf vorzeitige Herausgabe gedrungen. Bei den benannten Beträgen handelt es sich keineswegs um eine Strafzahlung, sondern sie sind Beleg dafür, dass der Verein überhaupt nicht interessiert ist, diese Boote zu verkaufen. Dies wurde Steffis Manager auch entsprechend mitgeteilt.

Wir finden die aktuelle Situation sehr bedauerlich, möchten aber an dieser Stelle klarstellen, dass die Erfolge des Vereines nicht auf einzelnen Personen basieren, sondern immer auf Grundlage des Zusammenhaltes aller Vereinsmitglieder beruht. Dies war und ist die Basis für den zukünftigen Weg und es erübrigt sich an dieser Stelle auf die Professionalität aller Mitglieder des Vereines hinzuweisen. Leider hat sich Steffi entschieden, diesen Weg nicht mehr mit uns gemeinsam zu gehen. Dies bedauern wir nach wie vor sehr und wünschen ihr, insbesondere in Richtung Tokio 2020, alles Gute und viel Erfolg.

Dresden, November 2016

 

Uwe Schneider
Vorstandsvorsitzender

Ronald Schulze
Vorstand Sport

Steffen Fritzsche
Aufsichtsratsvorsitzender

Eberhard Schmiemann
Aufsichtsrat

 

Stellungnahme des WSV „Am Blauen Wunder“ e.V. zum Interview von Steffi Kriegerstein in der Sächsischen Zeitung vom 11.11.2016 (PDF)

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