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Segeln durch die dänische Südsee

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Im vergangenen Sommer haben sich zwanzig Mitglieder unseres Vereins und ein paar Freunde zu einem gemeinsamen Segeltörn auf der Ostsee zusammengefunden. Nach einem Vorbereitungstreffen im Bootshaus, bei dem geklärt wurde, wer an welchen Tag für das Abendessen zuständig ist und wer welche Lebensmittel mitbringt, trafen wir uns am Abend des 25. Juli 2008 in einer Kneipe in Kiel.

Die ersten Segel werden gesetzt. Doch welche?

Nach dem Abendessen ging es dann nach Kiel-Holtenau, wo unser Schiff "Banjaard" direkt an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal lag. Unsere Sachen und all unser Proviant mussten nun an Bord gebracht und unter Deck verstaut werden. Nachdem alles seinen Platz gefunden und jeder seine Koje hatte, kehrte recht schnell Ruhe an Bord ein.

Am nächsten Morgen waren die Ersten bereits früh auf den Beinen und scharten mit den Hufen vor Aufregung. Vorallem die Erstsegler konnten das Ablegen des Bootes und das Segel setzen kaum erwarten. Doch zuvor lag eine Einweisung durch die Bootsfrau Doreen. Hier wurde erklärt, wo sich welches Segel befindet und wie sie bedient werden. Um halb elf hieß es dann endlich Leinen los. Die ersten Meter noch mit Motorkraft, setzten wir die Segel noch in der Kieler Förde. Vorbei am Marine-Ehrenmal in Laboe ging es auf die Ostsee hinaus mit Kurs auf Nord, Richtung dänische Südsee. Zielort unserer Tagesstrecke war die dänische Stadt Faaborg.

Nachdem alle Segel gesetzt waren, kehrte wieder Ruhe an Bord ein. Die einen holten ihr Buch raus und lasen, andere nahmen ein Sonnenbad und wiederum andere erkundigten sich beim Skipper Aard nach dem Wind und dem Kurs. Gegen Abend erreichten wir Faaborg, eine schöne Kleinstadt auf der Insel Fünen.

Die zweite Tagestour führte von Faaborg nach Ærøskøbing auf der Insel Ærø. Eine malerische Kleinstadt mit einem schönen Strand zum Baden, welchen auch fast alle nutzten. Die Eisdiele im Ort muss noch erwähnt werden. Auf Empfehlung von Aard und Doreen trafen sich fast alle vor der Eisdiele und holten sich ihr Eis.

Weiter ging es am dritten Tag zum kleinen Hafenort Lohals auf der Insel Langeland. Bei dieser Tour kamen wir an der Stadt Svendborg vorbei. Von Svendborg aus führt eine Brücke über den Svendborgsund nach Tåsinge. Diese Brücke wurde so hoch gebaut, dass wir mit unserem Schiff durchfahren konnten. 

Von Lohals ging es am nächsten Tag wieder zurück, vorbei an Svendborg Richtung Westen. Ziel dieser Tagestour war die Nordspitze der Insel Avernakø, wo wir an einem Steg unser Boot festmachen konnten. An diesem Tag waren wir für das Abendessen verantwortlich, während die anderen vom Boot aus Baden waren. Von der Kombüse aus, war der Spaß zu erahnen.

Das sind Wellen

Mit der fünften Tagestour verliesen wir bereits wieder die dänische Südsee. Ziel dieser Tagestour sollte die Stadt Sønderborg sein, welche wir aber nicht von Süden aus erreichten, sondern von Norden her anfuhren. Bevor wir unser Boot an der Uferpromenade fest machen konnten, mussten wir warten, bis die Stadtbrücke von Sonderborg geöffnet wurde. In Sønderborg hatte an diesem Tag auch die "Dannebrog", das Königsschiff der königlichen Familie, festgemacht. Natürlich musste dieses beim Stadtrundgang besichtigt werden.

Von Sønderborg ging es zurück nach Deutschland. Das Ziel der sechsten Etappe war die Stadt Eckernförde. Der Wind wehte kräftig von Südost und die Ostsee hatte Wellen von bis zu eineinhalb Meter Höhe. Für einige war das zuviel, denn das Schiff lag nicht mehr ruhig, sondern krängte sich mit den Wellen hin und her. So hatten wir an diesem Tag eine Zweiteilung an Bord. Die einen waren begeistert über die Geschwindigkeit und die Kraft mit der das Schiff sich durch die Wellen pflügte und die anderen saßen an der Reling fütterten die Fische und hofften, dass der Spuk bald ein Ende habe.

Das Ende kam mit der Einfahrt in die Eckernförder Bucht. Das Segelmanöver dazu war noch nicht ganz beendet, da verließen die ehemals Leidenden ihre Plätze und Farbe kehrte in ihre Gesichter zurück.

Das Abendessen an diesem letzten Abend war ein großes Rester verwerten. Aus den Lebensmitteln an Bord, und das waren viele, wurden Salate und Aufläufe gezaubert, die anschließend alle hungrig verzehrten. 

Die letzte Tagestour war eigentlich nur eine Halbtagestour, denn von Eckernförde ging es wieder über die Eckernförder Bucht raus auf die Ostsee und kaum hatten wir die Ostsee erreicht, bogen wir rechts in die Kieler Bucht ab. Vorbei am Marine-Ehrenmal in Laboe steuerten wir auf den Ausgangshafen im Eingang zum Nord-Ostsee-Kanal zu und eine schöne Segelwoche hatte damit ihr Ende.

Unsere Segelmannschaft mit Skipper und Segelmatrosin

 

Rainer

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Kontakt

Reinhard "Hardy" Schier

Gruppenchef