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Paddeltour im Burgenland

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Vom 01. bis 03. Mai diesen Jahres waren 10 Knappenseeler für drei Tage auf der Unstrut und der Saale zwischen Wendelstein und Naumburg unterwegs. Bereits einen Tag zuvor reisen wir an. Im Haus der Luftsportjugend (Jugendherberge) in Laucha fanden wir einen guten Ausgangspunkt für unsere Paddeltouren.

1. Tagestour auf der Unstrut von Wendelstein nach Laucha ca. 30.7 km

Schloss Vitzenburg
Schloss Vitzenburg

Auf diesem Streckenabschnitt fließt die Unstrut idyllisch zwischen vielen Weinbergen entlang. Die Landschaft ist faszinierend mit vielen Schlössern und Burgen. Wir fuhren auch am Besucherzentrum Arche-Nebra vorbei, wo die berühmte Himmelsscheibe von Nebra gefunden wurde.

Gegen 13.30 Uhr erreichten wir Karsdorf, wo wir an der Kanu- und Fahrradstation eine Mittagspause machten. Frank versorgte uns mit einem guten Kaffee. Nach einer Stunde ging es weiter, die letzten 12 km bis Laucha.

In Tröpsdorf wurden wir geschleust. Es ging weiter nach Kirchscheidungen am Tipidorf vorbei. Gegen 17.30 Uhr kamen wir in Laucha an. Nun mussten die Autos von der Startpunkt in Wendelstein geholt werden, um anschießend in die Herberge zu fahren.

2. Tagestour auf Unstrut und Saale von Laucha nach Uichteritz ca. 29.8 km

Nachdem die Autos nach Uichteritz gebracht wurden, starteten wir gegen 11:00 Uhr unsere 2. Tagestour an der Schleuse Laucha. Alle waren gut gelaunt.

Schloss Freyburg
Schloss Freyburg

Wir paddelten auf der Weinstraße an Weischütz und Balgstädt vorbei bis nach Zscheipitz zur Schleuse Zeddenbachmühle. Weiter ging es bis nach Freyburg, wo wir das gleichnamige Schloss vom Wasser aus bewundern konnten. Freyburg ist die Weinhauptstadt Sachsen- Anhalts. Dort hat übrigens die Sektkellerei Rotkäppchen ihren Stammsitz.

Gegen 13.00 Uhr kamen wir an der Schleuse Freyburg an. Da der Schleusenwärter auf seine einstündige Mittagspause bestand, mussten wir die Boote umtragen. Das Einsetzen der Boote war ein Kunststück, denn die Treppen zum Wasser waren sehr steil. Bloß gut das wir kräftige Männer dabei hatten.

Wir setzten unsere Fahrt fort, vorbei an Kleinjena und dem Felsrelief "Steinernes Bilderbuch". Wir waren wie verzaubert und genossen die Fahrt.

Nach exakt 161,83 Kilometern mündet die Unstrut in die Saale. Wir fuhren weiter Richtung Naumburg-Grochlitz. Der Unterschied zwischen Unstrut und Saale war deutlich zu spüren, denn die Strömung hatte merklich zugenommen.

Hin und wieder sahen wir unterwegs Radfahrer, die auf dem Saale-Radwanderweg unterwegs waren. Auch das Tierreich hatte einiges zu bieten, wie Nutrias, Kormorane und Graureiher.

Am Biergarten „Zum Pegel“ legten wir Mittagspause ein. Nach einer Stunde ging es auf die letzten 12 km vorbei am Schloss Schönburg und Schloss Goseck bis nach Uichteritz. Vor Goseck wurden wir noch einmal geschleust.

3. Tagestour auf der Saale von Camburg nach Naumburg ca. 28 km

Diese Tour ist eine der schönsten Kanutouren Deutschlands, mit seinen kleineren Schwallen, einer herrlichen Landschaft und zahlreicher kultureller Sehenswürdigkeiten. Gleichzeitig war diese Tour mit der starken Strömung und den kleinen Stromschnellen für uns eine Herausforderung.

Los ging es in Camburg. Auf dem Weg nach Bad Kösen fuhren wir durch diverse Eisenbahnbrücken, enge Kehren und einem beeindruckenden Kalkstein-Canyon. Am Ende des Canyons hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Burg Saaleck und die Burg Rudelsburg.

Wehr in Bad Kösen
Wehr in Bad Kösen

Nach 17 km erreichten wir den Kurort Bad Kösen. Am Wehr mussten wir die Boote umtragen. Das nutzen wir gleich um eine Mittagspause einzulegen. Nach einer Stunde traten wir die letzten 11 km nach Naumburg an. Auf dem Weg dahin, waren wieder sehr viele Weinberge mit Steilterassen, romantischen Weinberghäuschen und das Landesweingut Kloster-Pforta zu sehen.

Kurz vor unserem Ziel hatten wir noch ein Hindernis, die Steinschüttung bei Altenburg, welche umtragen werden musste, zu überwinden. Aufgrund der starken Strömung war es nicht ganz einfach an- und abzulegen. Frank wurde durch ein fremdes Boot stark behindert und kenterte fast. Doch seine jahrelangen Paddelerfahrungen halfen ihm, auf dem Wasser zu bleiben.

Schließlich kamen wir in Naumburg am Campingplatz "Blütengrund" an. Die schönen Tage beendeten wir mit einem gemeinsamen Abendessen im griechischen Restaurant in Freyburg. Da wurden die Eindrücke der letzten 3 Tage noch mal ausgetauscht und es herrschte rege Begeisterung. Eins steht für alle fest, die Tour muss wiederholt werden!!!

Ich hoffe ich habe euch alle neugierig gemacht, dann seid doch das nächste mal einfach dabei.

Euer Wanderwart

 

Heike Nitschke

PS: Weitere Bilder gibt es hier.

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